Counterbalance – Zurück ins Business

Seit dem letzten Beitrag ist es schon eine gefühlte Ewigkeit her. Seitdem ist doch einiges passiert, Vieles hat sich entwickelt und Einiges entschieden. Heut gibt’s erst mal eine kleine Rückschau.

Wenn es mal wieder länger dauert, dann nimm dir die Zeit!

Die Eingewöhnung unseres Jüngsten hat doch Zeit länger Zeit in Anspruch genommen, als gedacht. Aber das Lächeln bei der täglichen Verabschiedung morgens in der Kita zeigt mir, es hat sich gelohnt. Zwischendurch schien die Erzieherin etwas ratlos. Junior genoss es in meinem Beisein die neuen Räumlichkeiten, neues Spielzeug und die anderen Kinder kennen zu lernen. Solange Papa in Sichtweite und zur Not griffbereit war, war alles gut. Auch kurze Trennungen waren schwierig. Es zeigte sich: der kleine Mann braucht eben etwas länger. Ich gab ihm diese Zeit und versuchte die Gedanken an die Arbeit im Hintergrund zu halten.

Wenn Papa Eingewöhnungsmodelle studiert

Ich begann mich mit den verschiedenen Eingewöhnungsmodellen auseinander zu setzen und beriet mich mit der Bezugserzieherin. Ich konnte es einfach nicht lassen und wühlte mich sogar durch entsprechenden pädagogischen Handreichungen und wissenschaftlichen Beiträge. Akademiker bleibt eben Akademiker. 😉 Wie auch in der Arbeit an meinem Business versuchte ich allen Ideen offen gegenüber zu stehn. Ich lernte vor und Nachteile des angewandten „Berliner Modells“ kennen und entdeckte Vorzüge des „Münchner Modells“. Am Ende war es irgendwie ein Mischung aus beidem, was da die Erzieherin da vollführte. Ich beobachtete, unterhielt mich inzwischen mit den anderen Erziehern und unterhielt die anderen Kinder – ich versuchte alles entspannt zu sehen.
Ein Besuch am Nachmittag statt am Morgen, die große Schwester als Unterstützung und Spazierfahrten an der frischen Luft gemeinsam mit den anderen Kindern brachten die erhoffte Wende.
Nach vier Wochen konnte ich unseren Jüngsten dann schon 3 Stunden allein lassen. Nach dem zweiten Mal Mittagsschlaf war es eigentlich geschafft.Puh!
Nun konnten ich mich wieder anderen Zielen widmen.

Arbeit als wichtiges Gegengewicht

Nachdem die Eingewöhnung von Junior in der Kita geglückt war, wurde es höchste Zeit sich wieder einmal um das eigene Business zu kümmern. Da waren Blogbeiträge zu schreiben, Werbekanäle zu testen und Online-Marketing-Tools zu erkunden.
Somit widmete ich die folgenden zwei Wochen dem Online-Business. Es tat gut wieder an den eigenen Zielen zu arbeiten. Es brachte die notwendige Abwechslung zum „Papa-sein“ und einige kleine Erfolge. Hier ein paar Meilensteine:

  • eine umfangreich recherchierter Beitrag fand guten Anklang bei Lesern und brachte erste Erfolge bei der Reichweite des Ratgeberblogs
  • durch Werbekampagnen mit Facebook-Ads konnten „Likes“ für die Fanpage eingeworben werden
  • Veröffentlichung meiner Kontaktdaten (Recherchedienst) auf offizieller Webpräsenz einer staatlichen Instution – kostenfreie Werbung im „Zielgebiet“
  • der erste Newsletter-Abonnent
  • erste Kommentare zu von mir veröffentlichten Facebook-Beiträgen
  • erste Referenzen zur Arbeit als Rechercheur/Berater

Wenn der Druck zu groß wird

Nachdem dies erreicht war, wuchs der Druck am Ball zu bleiben. Nun hieß es wöchentlich Blog-Beiträge und Einträge auf den Social-Media-Kanälen zu veröffentlichen. Doch auch die Projektarbeit musste weiter gehen. Was tun?

Ich zog wieder einmal die Reißleine. Ich fragte mich: Was ist eigentlich im Moment wichtiger? Aufbau Online-Business oder Projektarbeit? Zielgruppenforschung oder Auftragsabschluss? Es war klar. Wenn ich meine Ziele erreichen will, musste etwas zurückgestellt werden. Die Projektarbeit als Rechercheur und der näher rückende Abschlusstermin waren wichtiger, denn das bringt zur Zeit das Geld und ermöglicht den weiteren Aufbau meines neuen Lebensstils.

„It’s not only one thing – it’s one thing at a time“ (Gary Keller)

Es tat gut sich nur auf die Projektarbeit zu konzentrieren. Vor allem weil das Arbeitspensum seit Beginn der Projektarbeit kaum weniger geworden war. Schließlich hatte ich mir fast zwei Monate Auszeit genommen. Alles andere wurde ausgeblendet, mögliche Störfaktoren ausgeschalten und die Willenskraft auf die zu erledigende Aufgabe gerichtet.

Und jetzt? Das Ergebnis ist verblüffend. Ich habe in den letzten Wochen durch die ausschließliche Konzentration auf die Recherchetätigkeit erstaunlich viel erreicht. In meiner Projektarbeit bin ich gut vorangekommen. Die Arbeitszeit und die Anstrengungen mussten aufgrund des Zeitdrucks leicht erhöht werden. Was nach der nicht weniger Nerven aufreibenden Periode davor nicht unbedingt gesund ist. Doch zur Beschreibung der Auswirkungen von Schlafmangel braucht es einen eigenen Beitrag. 😉

Leider werden nun bis zum Projektende auch Frau und Kinder etwas zurückstehen müssen. Doch ein Ende ist in Sicht und meine liebe Frau sehr verständnisvoll. Was für ein Glück! 🙂

Alles hat seine Zeit. Ich arbeite weiter.

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Die Reflexion zum Sonntag

Es ist Sonntag und laut meiner „To-Do-List“ Zeit für die Auswertung der vergangenen Woche und die Planung der bevorstehenden Woche.

Mein „One-Thing“-Experiment

Für die letzte Woche hatte ich mir vorgenommen, mich nur einer einzigen Aufgabe zu widmen und mich nicht von „Nicht-zielführenden-Tätigkeiten“ ablenken zu lassen. Nachdem die Projektarbeit der Woche mit wenig Motivation und leichten Ablenkungen begann, endete sie um so erfolgreicher.

Motivation durch Aufgabenteilung und Miniziele

Am Freitag gelang es mir die vorgenommene Teilaufgabe in meinem aktuellen Projekt abzuschließen. Ein tolles Gefühl für den Start in die „Wochen-Familienzeit“. Hierbei habe ich mir selbst bewiesen, dass kleinere Aufgaben und damit verbundene Teilerfolge motivierend für die Fortsetzung der Arbeit am selben Tag oder für den Start am nächsten Arbeitstag sind. Sollten die Teilaufgaben dennoch zu groß sein und kein Ende der Arbeiten erkennen lassen, unterteile ich diese noch einmal in noch kleinere Teile. In der letzten Woche habe ich mir beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Datensätze als Tagesziel gesetzt. Hat dies nicht genügt, so habe ich mir Ziele bis zur nächsten Pause gesetzt. Das half dann auch die letzten Motivationstiefs während des Arbeitstages zu überwinden.

Die Zahl der zu bearbeitenden Datensätze pro Tag konnte ich in zwei Tagen um 1/3 steigern. Dabei habe ich wieder mal feststellen können, dass es eben Zeit und Geduld braucht, um eine Routine in den Arbeitsabläufen zu entwickeln. Ist diese dann da, gehen die Arbeiten schneller von der Hand.  Für mich selbst habe ich erkannt, dass es sehr wichtig für meine Leistungsfähigkeit ist, regelmäßige Pausen zu machen, selbst wenn mich die aktuelle Aufgabe fesselt.

Nicht vom Weg abkommen

Um im Workflow nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren, kann es zudem hilfreich sein sich selbst regelmäßig daran zu erinnern, nicht zu sehr vom Arbeitsthema abzuschweifen. Egal ob dies eine handgeschriebene Notiz am Bildschirm ist oder eine Pop-up-Mitteilung des Kalenders.
Sich im Thema zu verlieren war für mich aber gleichzeitig ein Zeichen, dass ich das verloren geglaubte Interesse am zu bearbeitenden Thema wieder gewonnen hatte. Um so besser.

Die Planung für die nächste Teilaufgabe erledigte ich voller Motivation gleich noch am Freitag. Dabei suchte ich mir die nächste (sinnvolle) Teilaufgabe und notierte die wichtigsten Arbeitsschritte. Damit sollte der Einstieg nach zwei Tagen Arbeitspause erleichtert sein. Mal sehen, ob das funktioniert.

Alles in allem war es sehr zufriedenstellend, sich nur mit einer Aufgabe zu beschäftigen. Obwohl mir immer wieder auch die nächsten notwendigen Arbeiten für mein aufzubauendes Online-Business im Kopf herumspukten, war es beruhigend zu wissen, dass auch die Woche kommen wird, in der ich mich nur mit Blogaufbau, Online-Marketing oder Content-Produktion beschäftigen „darf“. Zudem scheint der Abstand zur Arbeit AM Business wichtige Erkenntnisse hervorzubringen.
Meine Erkenntnis der letzten Woche: Mehr Content-Produktion weniger Blog-Basteleien und Marketing-Planungen. – Erst das Produkt, dann die Werbung.
Mein aktueller Motivationsspruch in diesem Zusammenhang: Worte Zeigen was jemand gern wäre, Taten zeigen was jemand gern ist.

 

 

Die beste und schwierigste Motivation: Anfangen

Mein „One-Thing“-Experiment Tag 2

Es gibt Arbeiten, die man machen muss. Es gibt Arbeit, die man machen will. Und es gibt „Arbeit“ die man einfach gern macht, ohne sich darüber Gedanken zu machen.

Die Aufgaben, die ich mir diese Woche vorgenommen habe gehören momentan eher zu den zuerst genannten Arbeiten. Obwohl ich in den vergangen Jahren Vieles davon eigentlich mit Freude getan habe, fällt es mir schwer mich wieder dafür zu begeistern. Doch je mehr Zeit ich mit der Aufgabe verbringe, um so mehr fühle ich wieder die Begeisterung die mich in den letzten Jahren motivierte.

Heute am Tag 2 meines „One Thing“-Experiments ist es mir gelungen mich volle 4 Stunden nur dem aktuellen Projekt zu beschäftigen. Abgesehen von den geplanten Pausen, gab es keine weiteren Unterbrechungen meines „work-flows“. Das Ergebnis ist zufriedenstellend:

  • Anzahl der zu bearbeitender Datensätze wurde im Vergleich zum Vortag gesteigert
  • Wichtige Fragen die in der Arbeit auftauchten wurden für spätere Besprechungen mit dem Auftraggeber (im dafür vorgesehenen Notizbuch bei Evernote notiert
  • auftretende Probleme, die nicht gleich gelöste werden konnten wurden für später markiert

Der wichtigste Motivator für den heutigen Tag war das vorgegebene Zeitfenster von 4 Stunden. Den Vormittag verbrachte ich mit unserem Jüngsten, da meine Frau einen wichtigen Termin wahrnehmen musste, der sich dann doch bis zum Mittag hinzog. Nachdem ich den Kleinen gefüttert und zum Mittagsschlaf hingelegt hatte begann mein Arbeitstag. Dieser konnte allerdings nur bis 17.30 Uhr gehen. Da dann bereits wieder Abendbrot vorbereiten auf dem Plan stand.

Somit hieß es heute für mich: Nicht lang überlegen, einfach anfangen. Es ist erstaunlich, dass man in 4 Stunden manchmal mehr Produktivität erzielt als in einem 8-Stunden-Arbeitstag.